Bratwurststände findet man häufig vor Baumärkten und Einkaufzentren, so auch vor dem „dez“. Dieser Stand hat die Bsonderheit, dass die Würste auf einem Holzkohlegrill gebraten werden (wie der Name schon vermuten lässt 😜)
Das Ambiente
Der Grill ist eine Alubox mit überdachten Stehtischen an jeder Seite und drei Bierfässern als weitere Möglichkeit sein Essen abzulegen. Die Bude befindet sich direkt vor dem Eingang und bei einem größeren Besucherandrang als an einem Montag Nachmittag könnte es hier etwas wuselig werden. Durch das Dach über dem Eingang bleibt man bei Regen aber immerhin trocken.
Die Bedienung war freundlich, allerdings sehr in ein Gespräch mit ihren Freundinnen vertieft. Dadurch entstand ein wenig das Gefühl, dass man sie mit der Bestellung stören würde.
Die Bratwurst
Man kann sich zwischen einer klassischen Thüringer Bratwurst (4 €), Krakauer Wurst, Rindswurst und Nordhessischer grobe Bratwurst (alle 4,20 €) entscheiden. Ich habe ich für letzere entschieden.
Am Stand war wenig los, deshalb hat die Braterin eine frische Wurst auf den Grill geworfen. Sie hat mich aber darauf aufmerksam gemacht, dass ich auch eine Thüringer Wurst, die schon fertig gegrillt ist, nehmen könnte, wenn ich nicht warten möchte.
Ich hatte erst Bedenken, dass die Wurst nicht ausreichend gebraten wird, weil sie den Kunden nicht warten lassen will. Sie hat sich aber ca. 10 Minuten Zeit genommen und die Wurst hatte eine schöne Bräunung und sogar Grillstreifen. Man kann sich zwischen Senf und Ketchup als zusätzliche Würzung entscheiden, die von der Bedienung auf die Wurst gegeben wird. Daurch kann man zwar nicht die Menge Senf/Ketchup genau bestimmen, aber es ist wesentlich hygienischer als Flaschen, die jeder angrabbelt.

Am späten Nachmittag war das Brötchen nicht mehr das Frischeste, aber es war auch nicht labrig, also vollkommen in Ordnung. Die Wurst hatte eine ordentliche Größe (ca. 30 cm lang). Beim ersten Biss fiel sofort auf, dass sie eine sehr feste Pelle hat. Zuerst war es seltsam, nach einiger Zeit gewöhnt man sich aber daran. Das Brät ist fest und nicht fettig, für eine grobe Bratwurst aber immer noch ziemlich fein. Dafür waren aber auch keine unangenehmen harte oder weiche Stückchen zu erkennen. Wesentlich besser als manche Standardwurst, bei der man nicht sicher ist, ob es wirklich Fleisch ist.

Einen dedizierten Holzkohle-Geschmack habe ich jetzt nicht erkannt, aber man hat deutlich gemerkt, dass hier offenes Feuer und keine Bratplatte am Werk war. Insgesamt war die Wurst relativ schwach gewürzt, der Senf ist durchaus angebracht.
Fazit
Am „Holzkohlegrill“ bekommt man eine ehrliche Grill-Bratwurst, die für meinen Geschmack etwas mehr Würze vertragen könnte. Der Preis von 4,20€ geht in Ordnung. Leichter Punktabzug für die Bedienung und das Brötchen. 7 Punkte.
